Software-Tipp

Tipp 1 ansehen
Zauberpipette

Die Zauberpipette in Screenbrush

Im Software-Tipp 3 haben wir dir die Abpaus-Funktion ganz allgemein erklärt. Damit können auch Ungeübte schneller und einfacher tolle Bilder erschaffen. In diesem Tipp geht es um die Zauberpipette. Sie übernimmt sogar automatisch die Farbwerte von den entsprechenden Stellen deiner Vorlage. Im Folgenden zeigen wir dir wie du diese Funktion am besten für dein Projekt nutzen kannst.

1. Bildvorlage laden

Schon beim Anlegen eines neuen Bildes („Neues Bild“ in der Befehlsleiste links) kannst du dir eine Vorlagen-Ebene anlegen. Setze dazu in der entsprechenden Check-Box ein Kreuz und klicke auf ok. Wähle danach eine lokal auf deiner Festplatte abgespeicherte Bild-Vorlage aus. Folgende Dateiformate werden unterstützt: .jpg, .png, .bmp, .tiff Alternativ öffnest du eine Vorlage über die entsprechende Schaltfläche im Ebenen-Menü (rechts neben dem Minus).


2. Einstellungen der Abpaus-Ebene

Nach dem Ausrichten erscheint deine Vorlage in der Vorlagen-Ebene. Jetzt kannst du zum Beispiel noch die Transparenz der Vorlage über die Prozentangabe einstellen (Nr.1, rechte Grafik). Wichtig: Die Vorlagen-Ebene selbst kann nicht bemalt werden. Die Malfarbe ist nach dem Einfügen einer Vorlage automatisch so eingestellt, dass Screenbrush die Farben, die du aufträgst, direkt aus der Vorlage wählt (die Zauberpipette ist auf der Vorlagen-Ebene aktiviert). Du musst dir nicht einmal mehr die Mühe machen, die Farben selber zu bestimmen – du kannst einfach zeichnen. Mit einem Klick auf die Zauberpipette (Nr. 2) oder auf den Farbwähler (Nr.3) unten rechts kannst du diesen Modus auf der Vorlagen-Ebene wieder abschalten. Wenn er abgeschaltet ist, kannst du deine Farbe wie gewohnt selber wählen. Mit erneutem Klick auf die Zauberpipette aktivierst du diese wieder.


3. Mal-Ebenen

Beim Abpausen mit der Zauberpipette wird immer der Farbwert aufgenommen, der beim Ansetzen eines neuen Malstrichs der Referenzstelle der Vorlage entspricht. Lange Striche behalten diese Startfarbe über ihre komplette Länge, was meist nicht der Vorlage entspricht. Daher sind bei der Verwendung der Zauberpipette kurze Malstriche mit geringer Strichstärke im ersten Durchgang sinnvoller. Wenn die richtige Farbe erst einmal aufgetragen ist, kann sie mit anderen Werkzeugen weiter bearbeitet werden, z.B. durch Verwischen. Ist das Bild in seinen Grundzügen angelegt, kannst du auf normale Malfarben und die entsprechende Mal-Palette umschalten und nun freier weiterarbeiten (Klicke dazu auf den Farbwähler oder die Zauberpipette). Auf einer darüber liegenden Ebene lassen sich dann z.B. feinere Details einarbeiten. Vielleicht schaltest du die Vorlagen-Ebene jetzt sogar auf unsichtbar (Nr.4, rechte Grafik)


4. Weitere Tipps:

Große Flächen mit weichen Farbübergängen (wie z.B. in Gesichtern) lassen sich am besten mit dem Kolorieren-Werkzeug per Strichel-Technik zeichnen. Danach kann das Motiv durch leichtes Wischen noch geglättet werden. Für das Nachzeichnen von Strukturen wie Gras, Haaren, Fell etc. eignet sich der Borstenpinsel. Ganz feine Konturen sollten mit dem Bleistift skizziert werden. Wichtig dabei: arbeite beim Nachstricheln in Richtung der Kontur, die du abzeichnen möchtest. Je kleiner du die Werkzeugspitze deines tools wählst, umso exakter wird dein Bild. Unregelmäßigkeiten auf einer Fläche (z.B. Schmutz oder Bartstoppeln) lassen sich im Nachhinein am besten per Airbrush mit einer manuell gewählten Farbe auftragen. Deutlich bessere Ergebnisse als mit der Maus lassen sich beim Stricheln mit einem Grafiktablett erzielen. Die Handbewegungen können dabei genauer gesteuert werden.

.